Unternehmensberatung im Gesundheitswesen

MEHR ZEIT FÜR PATIENTEN – KI ALS UNTERSTÜTZUNG IN DER ZAHNARZTPRAXIS

KI-Vortrag von Mark Peters, Praxismanagement Bublitz-Peters GmbH & Co. KG, bei Henry Schein Dental in Kassel

Unter diesem Titel lud Henry Schein Dental Zahnärztinnen, Zahnärzte und Praxisteams zum gemeinsamen Austausch mit anschließendem Oktoberfest ins DCC Kassel ein.

 

Im Mittelpunkt stand eine Frage, die viele Zahnarztpraxen derzeit beschäftigt:

1. Wie kann künstliche Intelligenz das Praxisteam entlasten und mehr Zeit für die Patienten schaffen?

KI-Systeme können bereits heute organisatorische Prozesse wie Terminplanung, Telefonie, Briefe, Dokumentation oder Abrechnung unterstützen. Auch in der medizinischen Diagnostik – beispielsweise bei der Röntgenbildanalyse – gewinnt KI an Bedeutung.

Doch mit den Möglichkeiten wachsen auch die Anforderungen an Datenschutz, Cyberschutz, AI Act und medizinische Sicherheit.

Die Fragen der Teilnehmer standen im Mittelpunkt

Die Veranstaltung lebte vor allem von den Fragen und Erfahrungen der anwesenden Zahnärztinnen und Zahnärzte. Viele Teilnehmer konnten bereits über konkrete KI-Anwendungen aus ihrer eigenen Praxis berichten.

Ein Zahnarzt fragte mich, ob beim Einsatz besonders leistungsfähiger Frontier-KI automatisch eine Datenschutz-Folgenabschätzung erforderlich ist.

2. Wann wird eine medizinische KI zum Medizinprodukt?

3. Was gilt, wenn eine KI diagnostische Entscheidungen vorbereitet oder beeinflusst?

4. KI-Telefonanlage: Entlastung und erste Schwierigkeiten

Eine Zahnärztin berichtete offen über ihre ersten Erfahrungen mit einer KI-Telefonanlage. Das System entlastet ihr Team und verbessert die Erreichbarkeit der Praxis. Gleichzeitig wurden erste Probleme sichtbar.

Gerade solche Erfahrungsberichte waren besonders wertvoll. Sie zeigen, dass KI keine Lösung ist, die einfach eingeschaltet wird und sofort fehlerfrei funktioniert. Sie muss kontrolliert, angepasst und in die vorhandenen Praxisabläufe integriert werden.

5. KI unterstützt die Mitarbeiterorganisation

Ein Zahnarzt berichtete von einem KI-gestützten Mitarbeiter- und Organisationssystem. Aufgaben, Zuständigkeiten und wiederkehrende Abläufe lassen sich damit besser strukturieren.

Seine Erfahrungen zeigten die Vorteile deutlich: mehr Übersicht, schnellere Organisation und weniger Zeitaufwand für Routinetätigkeiten..

6. Wenn Patienten ihre eigene KI mitbringen

Silke Bublitz-Peters stellte eine weitere Entwicklung in den Mittelpunkt: Immer mehr Patienten nutzen KI-Systeme selbst, geben Beschwerden ein und kommen mit vermeintlichen Diagnosen oder konkreten Behandlungsvorschlägen in die Zahnarztpraxis.

Dadurch verändert sich die Kommunikation zwischen Patient, KI und Zahnärztin oder Zahnarzt.

Was passiert, wenn die KI falsche Ergebnisse liefert? Wie geht das Praxisteam mit verunsicherten Patienten oder unrealistischen Erwartungen um? Und wie lassen sich die Ergebnisse verständlich medizinisch einordnen?

KI, Datenschutz und Cyberschutz gehören zusammen

Die Diskussionen in Kassel haben gezeigt: Der Einsatz von KI darf nicht losgelöst von Datenschutz und Cyberschutz betrachtet werden.

Unser Fazit:

Mehr Zeit für Patienten entsteht nicht durch möglichst viele KI-Tools. Sie entsteht durch passende Systeme, sichere Prozesse und Menschen, die KI verantwortungsvoll einsetzen.

Wir bedanken uns bei Henry Schein Dental, den teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie den Praxisteams für ihre Fragen, ihre Erfahrungsberichte und den offenen Austausch.

Praxismanagement Bublitz-Peters verbindet KI-Kompetenz in der Zahnmedizin mit medizinischen Anwendungen, Datenschutz, Cyberschutz und den Anforderungen des AI Acts.

 

Lesen Sie auch unser Fachartikel in der zwp-online: https://www.zwp-online.info/zwp-online-koepfe/mark-peters

 


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